Gran Canaria
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                                                Das Bild zeigt den Hauptstrand von Playa del Ingles einschließlich der vielbesuchten Strandpromenade (Geschäfte, Restaurants, Parkplätze usw.).

-1- Die Erstbesucher der Insel sind beim Transfer vom Flughafen >Las Palmas< zu den eigentlichen Urlaubsorten zunächst schockiert - nur Geröll, Felsen usw. neben der Autobahn! Dazu kommt häufig die völlig verzerrte, unseriöse Berichterstattung in den TV-Medien - siehe 3.2.!

Aber dieser erste Eindruck täuscht - Gran Canaria genießt nicht unberechtigt den Ruf eines “ kleinen Kontinents”! Alle tropischen Vegetationszonen lassen sich - im wahrsten Sinne des Wortes - erfahren! Zur Erkundung der fantastischen Bergwelt bzw. der Insel sollte unbedingt wenigstens 1 x im Rahmen des 14 Tage - Urlaubs ein PKW gemietet werden (ab 20 € pro Tag für den - in der Regel- ausreichenden und versicherten Kleinwagen)! Das ist deutlich billiger als die professionellen Angebote aller Reiseveranstalter! Aber Vorsicht - manche Vermieter arbeiten unseriös (Tankfüllung/Versicherung/Kaution;....)

Die Unterkunft sollte 3 Sterne aufweisen. Allerdings sagt dieses Merkmal nur wenig aus. Lesen Sie besser im Internet zahlreiche, aktuelle Bewertungen von mindestens drei verschiedenen Portalen.

 -2.1.- Günstigste Pauschalangebote gibt es im Mai / Juni (oder Spätherbst). Allerdings sind dann die Temperaturen eher gering - Luft ~23° und insbesondere Wasser nur 18° ,was zu diesen Terminen jeglichen Badespass im Atlantik -statt Hotelpool - als Folge des Canarenstromes deutlich einschränkt.

-2-2. Ähnliches gilt für die Temperaturen in den Monaten Dezember bis Februar. Dann ist die teure Hauptsaison angesagt, weil der gesamte Mittelmeerbereich keine klimatische Alternative bietet. Ebenso teuer sind die klassischen Ferienmonate Juli / August (Luft 30° +; Wasser 23° +). Die eigentliche Hitze wird dann aber durch das Atlantikwasser des schon oben genannten Canarenstrom relativiert und das Baden im Atlantik macht richtig Spaß.                      

Klimatabelle (° C)

Monat

Tag

Nacht

Wasser

Sonne(h)

Jan

20

13

20

6

Feb

22

12

19

7

Mär

22

15

19

7

Apr

23

14

19

9

Mai

23

17

20

10

Jun

25

18

21

10

Jul

27

21

22

11

Aug

28

22

23

11

Sep

27

21

24

10

Okt

25

20

23

7

Nov

24

17

21

7

Dez

20

16

21

6

Einzige Ausnahme in den Sommermonaten ist der gelegentliche “Calima” (vergleichbar dem in Deutschland bekannteren “Scirocco” mit der Folge bundesweit verstaubter Autos). Beide Winde wurzeln in der Sahara, unterscheiden sich im Wesentlichen nur in der Richtung und den meteorologischen Eigenschaften, bringen extreme Hitze und v.a. die Sandsturmbelastung. In der Regel ist dieser Spuk aber nach wenigen Stunden vorbei.

Nicht ausschließen kann man leider seltene Quallenbelastung; aber bisher nur in einer einzigen von insgesamt - über alle Jahre - 28 Wochen (06/2012). 

 Sonstige Tipps:

-1.1.- Einen Tagesausflug zur Hauptstadt “Las Palmas” unternimmt man sehr preiswert per “Bus” von zahlreichen Haltestellen -z.B. Plaza Maspalomas, Yumbo, La Sandia,,....... 

-1.2. - Auch der erneuerte Palmitos -Park (Buslinie 45 - ca. 3 € pro Erwachsenen für die einfache Fahrt) gehört zum Pflichtprogramm; insbesondere wenn Kinder dabei sind!

-2- Das Hauptangebot aller Reiseveranstalter beinhaltet Appartements und/oder Bungalows mit Küchenzeile, Mietsafe, TV und Festnetztelefon. Man kann sich also optimal selbst versorgen, was Halb ~ oder Vollpension nicht ausschließt! Aber lohnt sich das wirklich, wenn man auf der Strandpromenade für 7,50 € ein erstklassiges Fischgericht bekommt? (Insidertipp >Noch günstiger speist man bei den Fischern in San Fernando - nördlich P. d. I- mit dem Nebeneffekt der persönlichen, jahrelangen Freundschaft!). Sehr günstig an der Strandpromenade ist auch “Eat as much as you can” für 6,95 € bzw. 3,95 € für die Kids.

2.1.Die (touristischen) Supermarktpreise sind allerdings erheblich (Beispiel: 500g Jacobs Kaffee-Krönung 8,50 €). Mehrköpfige Familien (3+) sollten deswegen unbedingt gleich zu Beginn des Aufenthaltes den Ortsteil San Fernando aufsuchen (sehr große Märkte von  “Spar” und “Lidl”)) und dort kräftig für zwei / drei Wochen - zu bundesdeutschen Preisen einkaufen! Schließlich verfügt man ja über einen Kühlschrank in der Wohneinheit! Ein paar Schritte weiter gibt es ein ebenso großes Textilgeschäft mit Preisen a` la C&A.

Im Einkaufs~ und Unterhaltungszentrum  “Yumbo”  kann - aber sollte man allenfalls Souvenirs kaufen . Das ehemalige Einkaufszentrum “Cita” ist seit Jahren kaum noch einen Besuch wert und die zahlreichen farbigen Anbieter (meist aus Senegal) von Sonnenbrillen, Uhren, Schmuck, Spielzeug,.....  an der Strandpromenade verkaufen natürlich nur Plagiate von Luxusprodukten (Anmerkung> Laut ZDF-Wiso im Vorjahr dürfen solche Artikel für den Eigenbedarf - also nicht 20x Rolex für je 20 € - bis zum Gesamtwert von 410 € mitgeführt werden. Dieser Straßenhandel ist eigentlich nicht erlaubt, wird aber von Stadt und Polizei anscheinend zeitweise toleriert, weil er erheblich zur Unterhaltung der Urlauber beiträgt.

Wegbeschreibung(en)>

a) Hinter dem “Einkaufszentrum” Gran Chaparell überquert man die doppelspurige Autobahn per Fußgängerbrücke - dann ca. 50m rechts zur nächsten Straße links. Schon aus der Ferne sieht man die beschriebenen Märkte von Spar und/oder Lidl ! Von dort sind es auch nur wenige Schritte (rechts) zum großen Textilmarkt.

b) Alternativ folgt man einfach der Straße vor dem “Jumbo” bis zum kleineren C.C. Auch dort gibt es eine Fußgängerbrücke über die Autobahn, dann aber nach links bis zur Hauptstraße in San Fernando!

Die daraus resultierenden Taxikosten stehen in keinem Verhältnis zur möglichen Einsparung.

-3- Am Abend sucht man natürlich nach Unterhaltung bzw. gepflegtes, gutes Essen! Aber das gibt es auch seit ein paar Jahren an der Strandpromenade (Annexo II - Asiatische Anbieter mit “Eat as much as you can/want” -siehe oben).

3.1. Das Disco-Angebot ist nahezu unerschöpflich - zu den besten, aber nicht billigen gehört sicherlich das >Pacha< in Playa del Ingles! Trotzdem - für alle unter 30 Jahren wenigstens 1 x  ein >Muss<!

3.2. Nicht nur ältere Semester fühlen sich eher wohl in den zahlreichen Restaurants der unterhaltsamen Strandpromenade, die (auch) vorzügliche Fischgerichte ab ca. 7 € anbieten. Natürlich vergleicht man die Preise von Lokal zu Lokal -aber wo bitte gibt es vergleichbares in Deutschland?

3.2.1. Viele besuchen am Abend auch das schon genannte Einkaufszentrum “Yumbo” mit seinen zahlreichen Geschäften, Restaurants usw..... !

3.2.2. .Es gibt auch so etwas wie die “Ballermann -Szene” Mallorca´s. Vorsicht - weit verbreitet ist in den Disco´s die Unsitte der “Doppelbestellung”! (Man bestellt ein Bier oder eine Cola und bekommt kostenpflichtig gleich zwei, ohne es eigentlich zu wollen - erspart ja die übliche 2. Bestellung!?).

3.2.3. Nervig sind eigentlich nur die vielen “’Abschlepper”, die jeden - der (abendlich-Kashbah) vorbeikommt- in irgendein zweifelhaftes Lokal ziehen wollen! Bundesdeutsche TV - Medien machen in diesem Sinne gerne Qoute mit völlig verzerrter Berichterstattung; die Region ist aber ebensowenig “Ballermann” wie ganz Mallorca! 

(Anmerkung für erfahrene Besucher bis ca. 1990: “Die sogenannten >Gratisangebote< früherer Jahre und die damit verbundene Papierflut hat die Stadtverwaltung erfolgreich bekämpft!)

3.3. Überfüllte Strände gibt es in Playa del Ingles - ganzjährig - definitiv nicht! Wer das Gegenteil behauptet, ist einfach zu faul, ein paar Schritte zu laufen! Das gilt insbesondere für diejenigen, die sofort am Ende (Treppe) der schlangenförmigen Hauptstraße “Avenida Alfereces Provisionales” das Badehandtuch ausbreiten und dann über den überfüllten Strand klagen - welch ein Schwachsinn (sorry)!  

3.4.. Seit der politischen Wende (BRD/DDR) hat die FKK -Szene deutlich zugenommen; das erfreut die “Einen” und ärgert die “Anderen” -aber es gibt doch eindeutig Platz genug für alle! Mir selbst und wahrscheinlich den meisten Gästen ist das nun wirklich völlig egal!

3.5. Gran Canaria ist und bleibt sicherlich ein erstes (Bade-) Urlaubsziel, trotz erhöhter Flugkosten im Vergleich zu Mallorca (doppelte Entfernung!) und obwohl sich manchmal der Nordost - Passat und/oder der Schirokko als absolute “Spielverderber” erweisen. Aber auch das ist kein echtes Problem! Am Pool des Hotels ist davon gar nichts zu spüren und/oder man unternimmt die sowieso gesündere Strand- wanderung nach Maspalomas- oder umgekehrt- auf! Alternativ werden windgeschützte Liegen und Sonnenschirm gemietet

                       ( 2 Liegen + Schirm ~ allerdings immerhin 7,50 € pro Tag)! Generell empfehlen sich aufblasbare Sitz ~/ Liegematratze bzw. Strandmuschel.

3.6. Ohne Sonnenschutzmittel geht hier im Sommer gar nichts - mindestens LF 10 auch für “vorbelastete” Haut! Aber LF 25 sollte dann im Normalfall auch reichen! Die preiswerten >Aldi- Produkte< verdienen wirklich das Prädikat >sehr gut<; insbesondere die Spray-Version, weil versandete Bereiche (z.B. die Füße) sonst oft vernachlässigt werden!

Im Gesicht (Nase/Stirn/Augen und Ohren) reicht LF 10 europäischen Bleichgesichtern auf gar keinen Fall - mindestens LF 30 +!  Und billige Sonnenbrille - so oft wie irgendwie möglich!

3.7. Der weitläufige Strand von Playa del Ingles wurde auch in nördlicher Richtung (>San Agustin) künstlich aufgeschüttet bzw. erweitert, wodurch natürlich die dortigen Wohnanlagen erheblich an Erholungswert gewinnen! Parallel dazu wächst Meloneras (südlich des Leuchtturms) zum neuen Urlaubsparadies mit umfangreichen (Luxus) Shopping~ / Unterhaltungsangebot mit riesigen Poolanlagen - aber ohne Sandstrand! 

3.8. Maspalomas bietet schon lange wirklich sehr schöne Wohnanlagen, aber die Strandentfernung ist leider zu groß! Der meist kostenlose >Transfer -Shuttle< bedeutet klare Nachteile für die persönliche Urlaubsgestaltung! 2010/11 war außerdem der Strand infolge eines Unwetters im Frühjahr völlig versteinert. Die Bademöglichkeiten in der Nähe des Leuchtturms sind dann deutlich eingeschränkt und für Kinder absolut indiskutabel. 2013/14 ist alles wieder O.K.

3.9..Umgekehrt gilt für die “Werbebotschaft” auch erstklassiger Unterkünfte (5*) - zum Strand nur 500 m über die Dünen! Das kann/muss und wird man morgens noch ertragen,  aber der Rückweg am späten Nachmittag gestaltet sich doch sehr schwer! Viele zahlungskräftige Urlauber solch teurer Unterkünfte nehmen lieber den Umweg über befestigte Straßen oder fahren mit dem preiswerten Taxi nach Playa del Ingles! Spätestens dann stellt sich die Frage, warum man nicht gleich diesen Ort gewählt hat?

3.10. Alle anderen Orte auf der Insel sind als (Bade-) Orte eher weniger zu empfehlen - z. B. die Strände der Hauptstadt “Las Palmas”, der künstlich aufgeschüttete Strand von “Puerto Rico” oder auch San Augustin mit völlig überhöhten Preisen bei geringerem bzw. anderem Leistungsschwerpunkt. Las Canteras (Las Palmas) erinnert an Rio d. J. ; Segler sind in Mogan gut aufgehoben.

3.11.. Der Direktflug ab Hannover dauert immerhin 4.35 h (der Rückflug aufgrund der “Jet-Streams bis zu 1/2 h weniger); der Transfer vom Flughafen LPA zum Hotel in Playa del Ingles etwa 30 Minuten, wobei die Urlaubsgäste in der Regel natürlich gebündelt werden; ein “Einzel-Taxi” ist durchaus möglich.

3.12. Am Wochenende “platzt” regelmäßig sogar der weitläufige Strand von Playa del Ingles, denn die Inselbewohner suchen die verdiente Erholung- oft mit der mehrköpfigen Familie. In diesem Sinne darf und sollte niemand vergessen - wir sind nur die Gäste! Aber auch hier gilt - wer sich gestört fühlt - muss nur ein paar 100 Meter in Richtung Maspalomas laufen; dort - hinter Kiosk 5-  gibt es Platz ohne Ende! Allerdings beginnt dort die Surfer - Zone; wodurch der “normale” Badegast gefährdet wird.

3.13.. Kiosk 8 (Kiosk 6 und 7 gibt es nicht) gehört seit ein paar Jahren zum FKK - Bereich; nicht zu verwechseln mit dem FKK - Bereich bei den Dünen von Maspalomas.   

3.14.. Am Strand gibt es - wie schon angesprochen - mehrere Kioske (Getränke/Eis/......) -  seit 2014 fehlt leider Kiosk 4?

3.15. 2 Strandliegen plus 1 Sonnenschirm gibt es für je 2,50 €, also 7,50 € pro Tag (s.o.). Wesentlich billiger ist die Selbstversorgung mit Strandmatten, Sonnenschirm oder Strandmuschel. All das gibt es vor Ort zu annehmbaren Preisen; d.h. die Mitnahme aus Deutschland bedeutet nur unnötige Belastung. Außerdem lassen abreisende Urlauber diese Utensilien oft neben den Müllcontainern kostenlos zurück.

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Schönen, erholsamen Urlaub!                                                                                                       zum Webalbum   SQUARE1   

PS:

-1- Insgesamt setzt Gran Canaria (bzw. Playa del Ingles) für die Zukunft mehr auf Qualität als auf Quantität - prima!

-1.1- Lesen Sie unbedingt vor Buchung im Internet mindestens drei verschiedene Bewertungsportale!

-2- Selbstorganisation von Flug, Hotel und Transfer lohnt in aller Regel nicht! Die / Alle Veranstalter drücken mit hohem Auftragsvolumen die Preise beim Flug und im Hotel.

 

                                                                                                                                                                                                               GO_TO